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Umsatzsteuer-Registrierung · deutschsprachige Betreuung

Nicht das Formular ist die Arbeit, sondern die Bestimmung des Stichtags

Aus deutscher Sicht wirkt die Registrierung wie ein Verwaltungsakt am Anfang. In Thailand entsteht die Pflicht dagegen im laufenden Betrieb, sobald der kumulierte steuerbare Umsatz die Schwelle erreicht, und ab diesem Tag läuft eine gesetzliche Frist für den Antrag. Wir ordnen zuerst die Einzahlungen der letzten zwölf Monate nach steuerbar, steuerfrei und nicht steuerbar, halten den Stichtag fest und entscheiden dann zwischen Nachregistrierung und geplanter Anmeldung.

Accountant completing a VAT registration application on a laptop with documents and a company seal
Accountant completing a VAT registration application on a laptop with documents and a company seal

Drei Punkte, die über die Pflicht entscheiden

  • Umsatzstruktur: welche Zahlungseingänge steuerbar sind — eine falsche Zuordnung verschiebt die Schwelle insgesamt.
  • Vertragsform: Leistungen an die deutsche Muttergesellschaft, Weiterverkauf im Inland und Vermittlungsprovisionen werden unterschiedlich beurteilt.
  • Fristlauf: die Antragsfrist beginnt mit der Pflichtentstehung, nicht mit dem Entschluss der Geschäftsführung.

Wo Anträge in der Praxis hängen bleiben

1) Nachweis der Betriebsstätte. Der Mietvertrag muss auf die antragstellende Gesellschaft lauten; bei Untermiete gehört die Zustimmung des Hauptvermieters dazu. Bei der Ortsbesichtigung führen abweichende Hausnummern oder fehlende Beschilderung regelmäßig zur Rückgabe.

2) Satzungszweck deckt das Geschäft nicht. Fehlt die tatsächliche Tätigkeit im Unternehmenszweck, wird zuerst eine Satzungsänderung verlangt — ein zusätzlicher Verfahrensschritt. Deshalb formulieren wir den Zweck bereits bei der Gründung breit genug.

3) Vertretungsbefugnis. Aufenthalts- und Ausweisunterlagen des deutschen Geschäftsführers müssen zur unterzeichnenden Person passen; bei Vollmacht muss die Kette lückenlos sein.

Was nach der Registrierung monatlich anfällt

Ab dem Wirksamkeitsmonat ist PP.30 in jedem Monat einzureichen, auch als Nullmeldung ohne Umsatz. Der Vorsteuerabzug setzt eine formal vollständige Tax Invoice voraus; Kassenbelege, Chatnachweise oder Überweisungsbestätigungen genügen nicht. Wir sortieren solche Belege bereits im Eingang aus und fordern korrekte Rechnungen an, statt die Streichung erst in der Jahresprüfung zu erleben.

Auslandszahlungen verdienen besondere Aufmerksamkeit: Bei Servicegebühren ins Ausland können Umsatzsteuerabführung und Quellensteuer gleichzeitig anfallen, mit getrennten Meldungen und getrennten Fristen. Wird eine der beiden vergessen, entstehen Zuschläge.

Umfang und Grenzen unserer Zusage

Wir liefern die Beurteilungsgrundlage, das vollständige Unterlagenpaket und die Begleitung durch Antrag, Ortsbesichtigung und die ersten Meldemonate. Zusagen wie „keine Registrierung erforderlich“ oder „Zuschläge werden sicher erlassen“ geben wir nicht ab, weil das von Sachverhalt und behördlicher Würdigung abhängt. Unsere Aufgabe ist ein klarer Sachverhalt, vollständige Unterlagen und gehaltene Fristen.

Prüfbare amtliche Quellen

Die Links führen direkt zu den thailändischen Behörden, die Vorschriften und Einreichungsregeln veröffentlichen.

  1. 1. The Revenue Code

    The governing text for income tax, VAT, specific business tax and stamp duty, together with the ministerial regulations and departmental instructions issued under it.

  2. 2. Revenue Department e-Filing system

    The online filing and payment channel, including the extra days granted to electronic filers.

  3. 3. e-Tax Invoice and e-Receipt system

    Rules for issuing, delivering and retaining electronic tax invoices, including digital signing.

Zu den Fragen und Antworten auf Deutsch

Buchhaltung, Mehrwertsteuer, Jahresabschluss und Prüfungen — nach Themen auf Deutsch erläutert.

Weitere Themen

Buchhaltung und Steuern in Thailand: häufige Fragen

Hinweise für deutschsprachige Unternehmen zu Thai-Büchern, VAT, Personal und Jahresabschluss. Ein schriftliches Angebot berücksichtigt Umfang, Datenlage und gewünschte Berichte; Unternehmenshonorare werden nicht veröffentlicht.

Welche monatlichen Meldungen muss eine thailändische Gesellschaft abgeben?

VAT-Registrierte reichen grundsätzlich monatlich PP.30 ein. Quellensteuer richtet sich nach Empfänger und Einkunftsart: PND.1 für Löhne, je nach Zahlung PND.3, PND.53 oder PND.54. Die Bezeichnung PP. steht für VAT, nicht für diese Quellensteuerformulare. Sozialversicherung ist nach versicherten Mitarbeitern und tatsächlichen Entgelten getrennt zu prüfen.

Ist die Kommunikation auf Deutsch möglich?

Teilen Sie dem Ansprechpartner Ihre gewünschte Berichtssprache mit und bestätigen Sie die verfügbare Unterstützung vor Vertragsabschluss. Ein deutsches Konzernpaket ist vom lokalen Abschluss und den thailändischen Einreichungsformularen zu unterscheiden. Übersetzungen ersetzen keine fehlenden Geschäftsnachweise.

Muss auch ohne Umsatz eine Erklärung abgegeben werden?

Bei einer Thai Company Limited entfallen Bücher und Jahrespflichten nicht allein wegen fehlender Umsätze. VAT-Registrierte geben grundsätzlich auch dann PP.30 ab; Vorsteuer und Guthaben sind dabei nicht automatisch null. Andere monatliche Formulare richten sich nach den Geschäftsvorfällen. DBD-Abschluss und PND.50 haben getrennte Fristen; Folgen einer Verspätung hängen vom konkreten Verstoß und Steuerbetrag ab.

Wie läuft die Lohnabrechnung für entsandte Mitarbeiter?

Erfassen Sie inländische und ausländische Vergütungen, Arbeitsort, Aufenthaltszeiten und Vertragsbedingungen. Auslandszahlung bedeutet nicht automatisch Steuerfreiheit. Steuerpflicht, tatsächlicher Steuerabzug und Sozialversicherung werden getrennt geprüft; vereinbaren Sie außerdem, welche Berechnung und Meldung das Mandat umfasst.

Ist eine Jahresprüfung vorgeschrieben?

Der Jahresabschluss einer Thai Company Limited ist grundsätzlich von einem zugelassenen Abschlussprüfer zu prüfen. Aufstellung, unabhängige Prüfung, Gesellschaftergenehmigung und DBD-Einreichung sind unterschiedliche Schritte. Die Körperschaftsteuererklärung PND.50 beim Revenue Department ist ein eigener Vorgang; andere Rechtsformen dürfen nicht pauschal gleichgesetzt werden.

Welche Unterlagen benötigen Sie für ein Angebot?

Registerauszug, Angaben zur Umsatzsteuerregistrierung, aktuelle Buchhaltungsdaten oder Kontoauszüge sowie die Mitarbeiterzahl. Danach erhalten Sie ein individuelles Angebot.

Leistungsumfang und regionale Ansprechpartner abstimmen

Legen Sie vor Mandatsbeginn fest, welche Unterlagen übergeben werden, in welcher Sprache und zu welchem Termin. Monatsberichte, Einreichungsbelege, Abschlussentwürfe und Originalabholung sind nicht automatisch in jedem Auftrag enthalten. Die folgenden Punkte dienen der Umfangsklärung; Verfügbarkeit und Übergabeweg sind mit dem Ansprechpartner zu bestätigen.

  • Saldenübersicht und vereinbarte Berichtssprache
  • Tatsächlich eingereichte Formulare und Empfangsbelege
  • Offene Belege und Fristen zur Ergänzung
  • Jahresabschluss, Prüferabstimmung und Zuständigkeiten

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